PuK im Dekanat

Profil und Konzentration (PuK) - So nennt sich der Prozess, der in den kommenden Monaten und Jahren auch unsere Arbeit im Dekanatsbezirk Fürstenfeldbruck prägen wird. Als Erprobungsdekanat bekommen wir die Möglichkeit, manches ganz neu zu denken, auszuprobieren und Erfahrungen zu machen, die wir bisher nicht machen konnten. Erfahrungen, die wir dann auch ganz konkret in der Gestaltung unseres Gemeindelebens und in den Strukturen unseres Dekanatsbezirks umsetzen können.
Worum geht’s?

Wir möchten unsere Kirche so gestalten, dass sich die Menschen in ihrem heutigen Lebensumfeld und mit ihren heutigen Lebensfragen angesprochen fühlen. Wir möchten ihnen einen einfachen und passenden Zugang zur Liebe des menschgewordenen Gottes vermitteln. So verschieden, wie wir alle sind, wie wir leben und glauben und hoffen und arbeiten, fühlen und denken, so verschieden müssen auch unsere Zugänge zur Kirche und vor allem zu Gott und der Gemeinschaft der Glaubenden sein dürfen.
Deshalb sind der Gestaltungsspielraum und die Initiative der Gemeinden, Dekanate und Einrichtungen vor Ort so wichtig und nötig. Neben der Fokussierung auf die Kernaufgaben unserer Kirche ist die Dezentralisierung und Stärkung der Eigenverantwortung der kirchlichen Akteure vor Ort unverzichtbarerer Bestandteil von PuK.
Das führt uns weg von einem Kirchenbild, das durch Vorgaben der Leitung, Aufsicht und Kontrolle geprägt ist, zu einer Kirche der Kooperation, der Netzwerke und der dezentralen Initiativen und Verantwortlichkeiten. Kurz und klar: Unsere Kirche darf individueller und regionaler und dadurch dem Leben und den Menschen näher werden.

Im Dekanatsbezirk Fürstenfeldbruck werden deshalb in den kommenden Monaten Workshops stattfinden, an denen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende genauso teilnehmen wie Kirchenvorstände oder Gäste von außerhalb. Miteinander werden wir darüber nachdenken, welche Angebote wir Menschen genau in unserer Region machen können bzw. welche unterschiedlichen regionalen Schwerpunkte, inhaltlich und strukturell, es in unserem Dekanatsbezirk geben muss:
Welche Form von Gottesdienst werden wir z.B. in Zukunft feiern, um Menschen einladen zu können? Welche diakonischen Aufgaben müssen in unserer Region von uns übernommen werden, um nicht achtlos an der Not von Menschen vorbei zu gehen? Wie können wir uns noch besser organisieren, Verwaltung auf das Nötige beschränken oder Mitarbeiter/innen finden und motivieren, um gemeinsam aufzubrechen? Wo können wir kooperieren, die Stärken miteinander nutzen statt nebeneinander her zu leben? Können wir noch besser mit Partnern in unserer Region zusammen arbeiten? Solche Fragen und noch viel mehr inhaltliche Impulse, Ideen, Träume, Anregungen, … werden uns beschäftigen.

Unsere Workshops werden von einem Lenkungsteam vorbereitet und gestaltet, dem neben zwei Beraterinnen von außen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Arbeitsbereiche im Dekanat Fürstenfeldbruck angehören:
 - Dr. Markus Ambrosy (Pfarrer, stellv. Dekan)
 - Angela Smart (Pfarrerin, Seniorin des Pfarrkapitels)
 - Iris Göhr (Prädikantin, Präsidium der Dekanatssynode)
 - Ulrike Dittmar (Pfarrerin, Mitglied des Dekanatsausschusses)
 - Theresa Kosog (Diakonin, Dekanatsjugendreferentin)
 - Kirsten Ruhwandl (Kirchenmusikdirektorin)
 - Dr. Johannes Schmoeckel (Mitglied des Dekanatsausschusses und des Diakonischen Rates)
 - Dr. Bernhard Liess (Pfarrer, Mitglied des Dekanatsausschusses und Beauftragter für Bildungsarbeit)
An den Workshops werden die Mitglieder der Dekanatssynode und der Gesamtkonferenz teilnehmen können, weitere Gäste können jederzeit dazu eingeladen werden.

Bei der letzten Tagung der Dekanatssynode hat Dekan Reimers die Ergebnisse einer Reise durch alle Kirchengemeinden im vergangenen Jahr vorgestellt. Bei dieser Reise kam es mit allen Kirchenvorständen zu Gesprächen über die Chancen und Herausforderungen für unsere Gemeinden. Eine gute Grundlage für das weitere Nachdenken im Rahmen des PuK-Prozesses – hier können Sie den Bericht von Dekan Reimers nachlesen.
Sollten Sie sich für die Predigten im Rahmen der Gottesdienste interessieren, die bei dieser Reise durch den ganzen Dekanatsbezirk gefeiert wurden, dann können Sie sie im Menüpunkt PuK (links oben) auswählen.
Für weitere Informationen zu PuK klicken Sie bitte hier.
PuK: Inhalte und Strukturen sollen besser aufeinander bezogen werden, und vor allem soll wieder so richtig in den Mittelpunkt gerückt werden, dass wir als Kirche den Menschen und ihrem Leben nah sind. Warum? Weil das Gottes Weg ist: Mitten unter die Menschen. Genau an diesem Ort. Genau für diese Menschen. Genau jetzt und ohne Umwege. Profiliert und konzentriert.